07.09.2026
mit der Aktion „Ehrenamt überrascht"...
Eigentlich stand am Samstag, 5. September, das 47. interne Adlerschießen des 5. Zuges Emstekerfeld auf dem Programm. Doch für Hauptzugführer Mark Hörmeyer nahm die Veranstaltung plötzlich eine unerwartete Wendung: Mit Konfetti, persönlichen Worten und einem großen Dankeschön wurde er im Rahmen der Aktion „Ehrenamt überrascht“ des LandesSportBundes Niedersachsen für seinen außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt.
Für die Überraschung waren Thomas Lotzkat vom LandesSportBund Niedersachsen und der Präsident des Kreissportbundes Cloppenburg, Dr. Franz Stuke, vor Ort. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstandes des Bürgerschützenvereins Cloppenburg e.V. wurde zuvor die Ehrung vorbereitet.
In einer persönlichen und humorvollen Ansprache ließen sie die vielen Facetten von Hörmeyers Engagement Revue passieren. Der 1984 geborene Hörmeyer gehört dem Bürgerschützenverein seit 24 Jahren an und ist seit 14 Jahren Hauptzugführer des 5. Zuges Emstekerfeld. Damit hat er inzwischen mehr als die Hälfte seines Lebens im Schützenverein verbracht und gehört, wie es augenzwinkernd hieß, „gefühlt schon zum Inventar“. Wobei: „Inventar steht normalerweise nur herum. Und das kann man Mark nun wirklich nicht vorwerfen.“
Denn wenn im Verein etwas zu tun ist, ist Hörmeyer zur Stelle. Beim Umbau des Vereinsheims packte er maßgeblich mit an, um die digitale Schießanlage kümmert er sich mit großem Einsatz und auch bei organisatorischen und technischen Herausforderungen ist auf ihn Verlass. In der Laudatio wurde er deshalb nicht nur als Hauptzugführer, sondern ebenso als „Hausmeister, IT-Abteilung, Event-Manager, Deal-Maker, Ideengeber, Problemlöser und manchmal vermutlich auch Seelsorger“ beschrieben.
„Mark hat bei uns zwar nur eine offizielle Funktion – inoffiziell bräuchten wir aber wahrscheinlich fünf Leute, um ihn zu ersetzen“, hieß es in der Ansprache.
Ehrenamt als roter Faden
Sein Einsatz beschränkt sich dabei keineswegs auf den Schützenverein. Ehrenamtliches Engagement begleitet Hörmeyer seit Jahrzehnten. So engagierte er sich unter anderem im Stadtjugendring, beim Kolping Emstekerfeld und im Pfarrgemeinderat der St.-Andreas-Kirchengemeinde. Ob Jugendarbeit, Kirche oder Vereinsleben – Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft mitzugestalten, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben.
Dabei zählt nicht nur, was Hörmeyer alles macht, sondern vor allem, wie er es macht. Er hat für jeden ein offenes Ohr, motiviert andere und bringt Menschen zusammen. Oder, wie es während der Ehrung hieß: Wer etwas über den Verein wissen möchte, fragt Mark. Und wenn Mark es nicht weiß, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch sonst keiner weiß.
Vereine leben vom Ehrenamt
Mit der Ehrung verbindet der Bürgerschützenverein zugleich eine Botschaft, die über diesen besonderen Moment hinausgeht: Vereine leben vom Ehrenamt. Sie leben von Menschen, die ihre Freizeit einbringen, Verantwortung übernehmen, organisieren, Nachwuchsarbeit leisten und anpacken, wenn Hilfe gebraucht wird. Viele dieser Stunden werden im Hintergrund geleistet und kaum wahrgenommen. Ohne dieses freiwillige Engagement könnten zahlreiche Angebote, Veranstaltungen und Traditionen nicht bestehen. Deshalb darf Ehrenamt nicht als selbstverständlich angesehen werden – es verdient Anerkennung und Wertschätzung.
Mark Hörmeyer steht an diesem Tag stellvertretend für all jene, die nicht lange fragen, wer eine Aufgabe übernehmen könnte, sondern häufig einfach sagen: „Ich mach das.“
Und manchmal ist es höchste Zeit, genau diese Menschen selbst einmal zu überraschen – mit einem großen Dankeschön und einer ordentlichen Portion Konfetti. „Danke, Mark! Schön, dass wir dich haben – und herzlichen Glückwunsch!“
Text & Fotos: Carolin Tegeler